Bezahlbarer und (fast) klimaneutraler Wohnraum

08.05.2022

Bei den aktuellen Immobilienpreisen und unter klimatisch relevanten Aspekten sticht einem die Deutsche Reihenhaus AG geradezu ins Auge. Der Bauträger bietet im Vergleich günstige Fertigbaulösungen in Wohnanlagen auf neuestem energetischem Stand an. Nach dem Bau eines Muster-Quartiers in Bottrop und der Auszeichnung Innovation City konnte die Deutsche Reihenhaus auch in Duisburg Neubaumaßnahmen realisieren.

Auch in Duisburg-Rheinhausen baut das Unternehmen beispielsweise 13 Einheiten an der Krefelder Straße. Dort, wo man die letzten Jahre nur einen geschlossenen Supermarkt, eine wilde Müllhalde und einen verwahrlosten Parkplatz erblicken konnte. Welche Hürden gibt es also, um solche Flächen entsprechend zu bebauen? Wie erklärt sich der Preisunterschied zu anderen Eigenheimlösungen? Wie kann man bezahlbaren und klimaneutralen Wohnraum schaffen und welchen Handlungsbedarf sieht das Bauunternehmen? Um diese Fragen zu klären, trafen sich Stefan Dase, Landtagskandidat der CDU für den Duisburger Westen, und Jens Bricely, Leiter Wahlkampfteam Dase, mit dem Leiter der Projektentwicklung Region Rhein-Ruhr, Lutz Zander, und Projektentwickler Björn Grube.

Lutz Zander erklärte zunächst, dass man die günstigeren Preise der angebotenen Einheiten durch langfristige Verträge mit Lieferanten und durch standardisierte Anfertigung der einzelnen Komponenten erreichen würde. So könne die Deutsche Reihenhaus durch die serielle Bauweise einen Preis von deutlich unter 1500 € Herstellkosten pro Quadratmeter Wohnfläche erzielen. Dazu ergänzt er: “Unsere Häuser und Wohnungen sind zu 100 Prozent regenerativ durch den Einsatz von Wärmepumpen und Fotovoltaik-Anlagen. Energie, die zur Abdeckung von Spitzenlasten selten einmal von außen zugeführt werden muss, ist von zertifizierter Bio-Qualität.“

Eine Hürde für ähnliche Projekte sieht Zander im bis heute individuellen, meist statischen Planungsmanagement der Kommunen: „Die Städte haben Planungshoheit!“ Zum einen passe das Konzept des bundesweit tätigen Bauträgers, der rund 750 Häuser pro Jahr errichtet, wegen der standardisierten Größen nicht auf alle Ausschreibungen. Damit falle man aus dem Wettbewerb.

Projektentwickler Björn Grube erklärt darüber hinaus, dass die Aufstellung der kommunalen Verwaltung oftmals die größten Hürden bedeute. „Die Bearbeitung von Bauanträgen verläuft in allen Kommunen unterschiedlich schnell. Manchen gelingt es, wohnbedarfsgerecht zu arbeiten. In vielen fehlt aber Personal. Oft werden Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ressorts zur Aushilfe geholt, die naturgemäß fachfremd sind. Planungssicherheit für Bauwillige ist so oftmals nicht zu gewährleisten.“ Lutz Zander ergänzt: „Schon in Sachen Digitalisierung hinken wir im Vergleich zu vielen anderen Ländern hinterher. Nur ein paar Kilometer von uns entfernt zeigt man uns etwa in Holland, wie es geht. Da wird ein Bauantrag zumeist nach drei Monaten beschieden.“ Drei Jahre Wartezeit seien in Deutschland mittlerweile keine Ausnahme mehr.“

Hierzu meint Landtagskandidat Stefan Dase: „Auch wenn die Planungshoheit bei den Städten und Kommunen bleiben muss, zwängt sich der Eindruck auf, dass Entscheidungen momentan noch von einzelnen Personen abhängig sein könnten. Hier muss dringend und durch jeden politischen Vertreter die digitale Modernisierung und somit auch die Transparenz der Verwaltung vorangetrieben werden. Dadurch könnten nicht nur etwaige Einzelabsprachen verhindert, sondern auch kürzere Prozesse und rationale Lösungen zu bezahlbarem Wohnraum generiert werden.“