Lkw-Routen – endlich Nägel mit Köpfen machen!

03.08.2020

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Rheinhausen stellt in der Sitzung am 12. August die Lkw-Verkehre und -Routen in und durch Rheinhausen auf den Prüfstand. Unter dem Strich fordert sie die Stadt auf, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Anders ausgedrückt: Die Verwaltung soll sich nicht länger mit Halbheiten begnügen, stattdessen ein Lkw-Leitsystem konsequent durchdenken und einführen. Besonders im Visier: die Verkehre vom und zum Nadelöhr Gaterwegbrücke!

Politisch ausgedrückt wird die Behörde gebeten, die Lkw-Verkehre zwischen dem Logport-Knoten (Gaterweg, Lindenallee, L 473 N) und den Anschlussstellen zur A 40 Duisburg-Rheinhausen und Duisburg-Homberg „quantitativ und routenmäßig zu erfassen und Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Bevölkerung und zur Entlastung der Verkehrsinfrastruktur zu erarbeiten“.

Die CDU-Fraktion teilt die Beschwerden und Sorgen der Bevölkerung wegen des stetig gewachsenen Lkw-Verkehrs auf verschiedenen Routen zwischen Logport  und den Autobahnzubringern.

Fraktionsberater Dieter Recksiegel hat das Dilemma seit Jahren im Blick: „Spätestens seit der Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Gaterweg und Stüning-Kreuzung für Lkw über 7,5 Tonnen haben sich Lkw-Routen quer durch Rheinhausen zu den Anschlussstellen der A 40 verfestigt. Die Strecke über die L 473 N, A 57 und Kreuz Moers erscheint vielen Lkw-Fahrern als zu weit und zeitraubend. Deshalb wird versucht, den oben genannten gesperrten Abschnitt zu umfahren, um auf möglichst kurzem Weg die A 40 zu erreichen. Das Gleiche gilt für die Gegenrichtung.“

Aus Sicht der Fahrer oder der Firmen sei diese Vorgehensweise nachvollziehbar. Die CDU-Fraktion akzeptiere jedoch nicht, dass dieser Schleichwege-Vorteil durch Rheinhausen erkauft wird mit der erhöhten Gefährdung der Bevölkerung und zusätzlichen Belastung der Verkehrsinfrastruktur.

Mittelfristig wäre die Weiterführung der Osttangente eine Lösung des Problems, die Verkehre zwischen A 40 und Logport I hätten kurze Wege. Da bis zu deren Realisierung noch Jahre vergehen werden, sind aus Sicht der CDU-Fraktion Zwischenlösungen dringend erforderlich. Die können nur aus einem Bündel von Maßnahmen der Verkehrslenkung bestehen: Konsequente Umlenkung auf die L 473 N und Einschränkungen des Lkw-Verkehrs in Rheinhausen.

Die CDU-Fraktion Rheinhausen sieht aufgrund zunehmender Beschwerden aus der Bevölkerung für Letzteres dringenden Handlungsbedarf. Die Verwaltung wird gebeten, belastbare Daten zum Lkw-Verkehr in Rheinhausen zu ermitteln. Daraus sollen geeignete Maßnahmen für die Reduzierung des Schwerlastverkehrs auf den belasteten Routen wie beispielsweise Lindenallee, Jägerstraße, Lange Straße abgeleitet und umgesetzt werden. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit der Bevölkerung und der Entlastung der Verkehrsinfrastruktur.