Park + Ride“ am Bahnhof Trompet – was läuft

13.04.2019

Die Angelegenheit war und ist „heiß wie Frittenfett“! Im Umlauf ist immer noch ein Exposé, mit dem die Körperschaft „Bundeseisenbahnvermögen“ (BEV) den Bahnhof Trompet einschließlich Grundstück gegen Höchstgebot feilbietet. BEV entlastet seit 1994 die im Wettbewerb stehende Deutsche Bahn AG, indem sie, als eine ihrer vielen Aufgaben, „nicht Bahn-notwendige Liegenschaften“ verwaltet und verwertet, also verkauft.


Unabhängig davon hatte die CDU-Fraktion Rheinhausen eine umfangreiche Anfrage für die Sitzung der Bezirksvertretung Ende März formuliert, mit der insbesondere auf die von allen Parteien gewünschte P + R-Anlage hingearbeitet wird.
Was ist Stand der Dinge? BEV hat die ihr zur Verfügung stehende Fläche parzelliert. Die DB Station und Service wird berücksichtigt, um den Betrieb des Haltepunktes zu gewährleisten. Die Stadt wird mit einem In-etwa-Grundstück bedacht, wo der P + R-Platz entstehen kann. Wenn nun das knapp 3700 qm große Teilstück mit dem Bahnhofsgebäude an einen Investor geht, muss die Stadt, falls das ihr angebotene Land zu klein ist, vom Investor einen Streifen abkaufen.
Die  zeitliche Zwickmühle bestand darin, dass bei der BEV die Angebotsfrist zur Abgabe des Höchstgebots am 15. März endete, die Politik aber erst Ende März tagte. Die Verwaltung müsste daher viel früher angesprochen werden, zudem arbeitet das IMD nur nach Beauftragung durch einen Fachbereich. Und die Fachbereiche tun sich erfahrungsgemäß derzeit mit allem schwer...
Aus diesem Grund hatte CDU-Fraktionschef Ferdi Seidelt den Direktkontakt zu Dezernent Andree Haack gesucht,  ihn mit allen Details versorgt und gebeten, eine entscheidende Frage zu klären: Ist das P + R-Gelände aufgrund der vorgegebenen Bedürfnisse zu klein, zu groß, genau richtig – oder kann es „passend“ gemacht werden? Besteht im worst case nicht die Gefahr, dass das P + R-Projekt vollends scheitert?


Generell wurde/wird die Verwaltung gebeten, die Planung und die Realisierung der P+R-Anlage „vorrangig“ zu betreiben. Dabei sollte auch geprüft werden, wie „die bauliche/städtebauliche Entwicklung dieses Standorts besser beeinflusst oder gesteuert werden kann“.
Stand der Dinge: Bis heute ist das Bahnhof-Gebäude und das dazu gehörende Grundstück nicht (!) verkauft worden. Andererseits hat die Stadt etliche Mühen unternommen, um das Projekt „Park + Ride“ nach vorne zu bringen. Wir bleiben dran!
Bilder:
1 – Eine Aufnahme, „als die Welt noch in Ordnung war“ - die NWB mit dm RB 31 erreicht Trompet, die Pendler kommen rasch und pünktlich zu ihrem Ziel.
2 – Das voll unterkellerte Bahnhofsgebäude wurde 1928 in Massivbauweise errichtet, die Wohnfläche liegt bei etwa 232 qm, die Nutzfläche bei rund 368 qm.